Tourbericht: Vom Genfer See nach Nizza und zurück

  • Extra für ELo noch der Bericht zu 10 Tagen Frankreich. Ich bin begeistert und frag mich, wieso ich hier nicht schon früher war! Ein wunderbares Motorradland, anders als Slowenien, gefällt mir aber genauso gut!


    Beeindruckende Landschaft, erstklassiger Asphalt (aber das ist ein eigenes Thema) und herrliche Kurven! Dazu nette Leute, größtenteils aufmerksame Autofahrer und erträglicher Verkehr.


    Donnerstag 23. Juni: Anfahrt zum Genfer See


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    So sah der Wetterbericht für meine Anreise aus... Nicht sehr optimistisch!


    Ich bin also in kompletter Regenmontur losgedüst und hab mich quer durch die Schweiz geschlagen. Und was gibt es nicht alles an tollen Sachen, an denen ich vorbeigefahren bin: Emmental, Jura Kaffeemaschinen Erlebniswelt, Cartier, Gruyères und dann:


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    Der Genfer See: herrlicher Anblick!


    Und Temperaturen stiegen gleich noch ein paar Grad! Regenklamotten konnten getrost eingepackt werden, ich blieb vollkommen trocken! So viel zum Wetterbericht...


    Ein Weilchen bin ich dem Seeufer gefolgt und hab die Aussicht genossen. Dann bin ich landeinwärts und hab mich am Suchen kleiner weißer Straßen versucht.


    Unser nettes Chambre d'Hôtes hab ich auch auf Anhieb und ohne Probleme gefunden.


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    Wir waren im Panda-Zimmer.


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    Und das Zimmer war mit viel Liebe zum Detail dekoriert und urgemütlich! Gefiel mir ausgesprochen gut.


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    Und da kam die Kuh-Herde an... Ich trau den Viehern einfach nicht... Zum Glück wollten die dann in eine andere Richtung als ich!


    Wir haben die komplette Tour in den privaten Chambre d'hôtes übernachtet und können das nur empfehlen! Nur ein Mal hat's uns nicht soo gut gefallen, alle anderen Zimmer waren großzügig, liebevoll eingerichtet und urgemütlich.


    Einige Male haben wir auch das Angebot „Table d'hôtes“ in Anspruch genommen, d.h. abends mit unseren Gastgebern und den anderen Gästen gegessen. Wunderbares Training für Französisch-Konversation. Und ohne Französisch wird es bei Privatunterkünften schon schwieriger, weil richtig Englisch können die wenigsten.


    Freitag, 24. Juni


    Wie immer in den Chambre d'hôtes gab es sehr leckeres Frühstück mit selbstgemachter Marmelade, heißer Schokolade und Früchten.


    Als wir uns auf die Socken gemacht haben, hat uns der Gastgeber noch darauf hingewiesen, dass Edis Reifen schon ziemlich runter sei. Jepp, das wusste er, aber er meinte, das geht schon!


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    Erster Fotostopp nach den ersten 20 Kilometern.


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    Und schon da war mir klar, dass es mir hier super gefallen würde!


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    Auf dem Col de la Ramaz


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    Und wieder runter!


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    Die erste geile Aussicht! Und davon gab's die nächste Woche noch eine Unzahl mehr!


    In Taninges hat mein Männe dann festgestellt, dass das mit dem Reifen wohl doch nicht mehr geht...
    Was also tun, wenn man in Frankreich steht und einen Reifen braucht? Man ruft das Schwesterherz in Deutschland an, die dann im Internet Adressen von 2 Reifenhändlern in Annecy raussucht.


    Dank des Tipps von Mimoto sind wir nicht die „langweilige“ D4 gefahren, sondern gleich abgebogen und über die wirklich tolle D119 zum Col de la Colombière.


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    Schön schmale Straße, sensationelle Sicht auf Cluses und die Berge drumherum.


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    Und tolle Wolkenspiele!


    Ab Clusaz sind wir dann auch direktem Weg nach Annecy. Und das war gar nicht schlecht, die große Straße hätten wir sonst nie und nimmer genommen. Die war landschaftlich sehr reizvoll (malerisch an einem Flüßchen entlang) und auch fahrerisch nett, wenn gerade kein Verkehr war.


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    In Annecy trafen wir auf einen Suzuki-Händler, bei dem wir problemlos für die Fazer einen Reifen montieren lassen konnten.


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    Gegen 4 ging's weiter – ab in den Stau in Annecy... War wenigstens Zeit für ein kleines Bildle vom Friedhof!


    Nach einer Ehrenrunde fuhren wir zumindest in die richtige Richtung (nämlich gen See). Aber da ging fast gar nix. Zum Glück wollten wir eh eine kleine weiße Straße durchs Semnoz-Gebirge nehmen und konnten bald abbiegen. Was für eine gute Idee!


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    Die Straße bekommt von mir eine 1 mit Sternchen! So schön zum Fahren, so toll zum Gucken, herrlich!!!


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    Crêt de Chatillon. Und die Straße hatten wir nicht mal geplant!


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    Herrlich!


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    Unterwegs: Schaf!!! Schade, dass ich keinen Garten hab, das würd ich mir sofort reinstellen!


    Dann haben wir uns malerisch in Aix-les-Bains verfahren, sind raus, wieder rein und haben letztendlich doch die richtige Straße gefunden. Und die war wieder 1 mit Sternchen!!! Und dann noch die Abfahrt nach St. Alban, ein echtes Schmankerl! Da kann man's echt laufen lassen, genau meine Art von Straßen. Geil geil geil!!!


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    Schöner Blick auf den Lac du Bourget.


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    Seen gibt’s zum Glück sehr viele! Ich liebe solche Aussichten.


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    Unsere Unterkunft mit genialer Aussicht auf den Col du Granier und Richtung Grenoble.

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